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  • Verarbeitungshinweise

    für die Glasverklebung mit UV-härtenden Klebstoffen

    1 Werkstoffauswahl

    Für die Verklebung muss die Eignung des Klebstofftyps beachtet werden.

    Mit der Wahl des Werkstoffs und der daraus resultierenden Klebstoffauswahl (siehe Punkt 3) ergeben sich unterschiedliche Festigkeitswerte der Verklebung.

    So können maximale Festigkeiten bei der Verklebung von Glas/ Glas, Glas/ Metall (Edelstahl) sowie Glas/ Stein erreicht werden.

    Mittlere Festigkeiten werden beim Verkleben von Glas/ Kunststoff, der Flächenverklebung von Farbgläsern, beim Kleben auf satinierte und sandgestrahlte Glasflächen sowie Verklebungen von Glas/ Holz erreicht.

    Beachtet werden muss, dass beim Verkleben aller porösen, offenporigen, stark strukturierten (> 0,5 mm), lackierten und beschichteten Oberflächen nur geringe Festigkeiten erzielt werden können.

    Alle Angaben beziehen sich auf transparente, UVA-Lichtdurchlässige Gläser. Problemlos zu verkleben sind klares Floatglas, Spiegel (auf der Sichtseite), gehärtetes Glas (ESG) und Drahtspiegelglas. Sondergläser, wie z.B. durchgefärbte Parsolgläser, können zu schlechteren Festigkeitswerten führen bzw. sind nicht zu verkleben. Problematisch sind alle strukturierten Gläser.

    Die Durchlässigkeit von UVA-Strahlen ist abhängig von der Glasdicke und Farbintensität.

    Achtung

    Gläser mit hoher UV-Absorption wie Verbundsicherheitsglas (VSG), Farbglas oder getönte Gläser sind mit unseren Standard-UV-Klebstoffen nicht verklebbar.

    Je nach Materialkombination kann der UV-Klebstoff 003.04.139 eingesetzt werden.

    Weitere Hinweise

    Je glatter die zu verklebenden Oberflächen und je dünner die Schichtdicke des Klebstoffes (Mindestschichtdicke beachten), desto fester und belastbarer ist die Klebeverbindung. Glasklebekante sollte nur mit einem Topfschliff bearbeitet sein, Klebefugen dürfen nicht verpresst werden.

    Bei der Verklebung dürfen keine Trennmittel (z. B. Schmier- oder Poliermittel, Silikone, Öle) auf der Oberfläche sein. Edelstahl ist als Werkstoff besonders geeignet. Oberflächen wie unbehandeltes Aluminium, Chrom, Nickel etc. sind zur Verklebung nur bedingt geeignet und sollten zur Verbesserung der Anhaftung der UV-Klebstoffe vor der Verklebung mit geeigneten Zusatzprodukten, z. B. Glas-Metall-Primer oder Pyrosil, vorbehandelt werden.

    Beschichtete oder lackierte Gläser/ Oberflächen sind vor der Verklebung auf ihre Eignung zu testen. Beachten Sie hierzu bitte auch unsere generellen Hinweise auf Seite 14.1XXX

    2 Vorbehandlung der Klebeflächen

    2.1 Reinigung

    • Die zu verklebenden Oberflächen müssen absolut sauber, fettfrei und trocken sein (trennmittelfrei).
    • Für die UV-Verklebung geeignete Reiniger benutzen (ohne Tenside oder Trennmittel). Empfehlung Spezialreiniger für Glasverklebungen Artikel-Nr. 003.04.120 (eventuell in Verbindung mit feiner Stahlwolle). Herkömmliche Glas- oder Haushaltsreiniger sind in den meisten Fällen ungeeignet.

    2.2 Erwärmung

    Um eine hohe dauerhafte Stabilität der Klebeverbindung zu gewährleisten, ist es unerlässlich, die Werkstücke vor der Verklebung zu erwärmen, damit auch eventuell nicht sichtbare Restfeuchtigkeit (Kondensat) rückstandsfrei entfernt wird.

    • Alle Klebeflächen sind kurz und gleichmäßig mit einem Heißluftgerät zu erwärmen. Es wird vorausgesetzt, dass die Klebeteile zum Zeitpunkt der Verarbeitung Raumtemperatur haben. So lassen sich Spannungsschäden in der Verklebung vermeiden.

    Achtung

    Bei Nichtbeachtung können erhebliche, eventuell nicht sofort wirksame Festigkeitsverluste entstehen, die zum Bruch der Klebeverbindung führen.

    2.3 Pyrosil

    Mit der Pyrosil-Technik lassen sich Verklebungen dauerhaft vor Unterwanderung durch Feuchtigkeit schützen. Ein weiterer Vorteil ist die Erhöhung der Adhäsion der Klebeteile. Durch den Einsatz von Pyrosil lassen sich somit nicht nur die Klebekräfte von normalen Verbindungen verbessern, sondern auch Verbindungen erstellen, die ohne die Verwendung von Pyrosil nicht verklebbar sind.

    3 Klebstoffauswahl

    Je nach Anforderung an die zu verklebenden Materialien sowie die Belastung und Verwendung der Klebeverbindungen, sind verschiedene UV-härtende Klebstoffe zu verwenden.

    Besondere Hinweise

    Verbindungen Glas/Metall

    Für dynamisch beanspruchte Verbindungen sind die mittelviskosen UV-Klebstoffe, wie Artikel-Nr. 003.04.140, zu verwenden.

    Verbindungen Glas/Glas

    Bei der Planung und Ausführung von Ganzglasobjekten sollte immer eine geschlossene (d. h. sich selbst stabilisierende) Konstruktion (s. Abb.) angestrebt werden, um eine höchstmögliche Stabilität zu erreichen.

    Sollte eine offene Konstruktion aus Design-Gründen ausdrücklich gewünscht sein oder lässt sich keine konstruktive Änderung erreichen, so sind nur die Klebstoffe Artikel-Nr. 003.04.100 oder Artikel-Nr. 003.04.101 für hochfeste Verbindungen einzusetzen.

    offene Konstruktion

    geschlossene Konstruktion

    Konstruktionsvorschlag

    Bei der Erstellung eines Glaskorpus ist eine entlastende Konstruktion (s. Abb. unten) anzustreben. Hohe Biegespannungen im Glas und in der Klebefuge werden so vermieden, und die Konstruktion ist stabiler und dauerhaft tragfähiger.

    entlastende Konstruktion

    nicht entlastende Konstruktion

    4 Fixierhilfen

    Für die sichere Aushärtung von UV-Klebstoffen ist es unerlässlich, die Klebeteile gegen Schwingungen und Verrutschen zu fixieren. Dies wird durch geeignete Fixierhilfen wesentlich vereinfacht.

    5 Fügen/Klebstoffauftrag

     
     
    • Vor dem Klebstoffauftrag sind die Werkstücke auf Passgenauigkeit zu prüfen. Dies geschieht am besten durch probeweisen Zusammenbau der gesamten Konstruktion (Fixierhilfen verwenden).
    • Zwischen dem Erwärmen der Klebestellen und dem Klebstoffauftrag nicht mehr als 5 Minuten vergehen lassen; ansonsten diesen Vorgang wiederholen.
    • Verklebungen sind möglichst in waagerechter Position vorzunehmen.
    • Senkrechter Auftrag des Klebstoffes kann zu Problemen führen.
    • Zu viel Klebstoff, d.h. eine zu hohe Schichtdicke, reduziert die Festigkeit und führt zu erhöhtem Arbeitsaufwand für das Entfernen der Klebstoffreste.
    • Exakter und wirtschaftlicher Klebstoffauftrag wird durch geeignete Dosierhilfen erreicht.

    5.1 Klebstoffauftrag VOR dem Zusammenfügen

    Mittelviskoser UV-Klebstoff (Artikel-Nr. 003.04.146) wird vor dem Zusammenfügen der Klebeteile aufgetragen. Bei Flächenverklebungen wird Klebstoff immer vor dem Zusammenfügen der Teile aufgetragen.

    • Bei horizontaler Verklebung entsteht durch gleichmäßiges, vorsichtiges Absenken des Werkstücks eine blasenfreie Verklebung.
    • Das Eigengewicht der Klebeteile reicht zur Verteilung des Klebstoffs über die gesamte Klebefläche aus (nicht verpressen).

    5.2 Klebstoffauftrag NACH dem Zusammenfügen

    Niederviskoser UV-Klebstoff (Artikel-Nr. 003.04.100) kapilliert von selbst in die Klebefuge. Daher können die zu verklebenden Teile in ihrer Endposition zusammengestellt werden, bevor der Klebstoff aufgetragen wird.

    • Achten Sie darauf, bei mehrteiligen Objekten die Klebestellen immer nacheinander (nicht gleichzeitig) abzuarbeiten.
    • Um eine optimale Verteilung der Klebstoffe zu erreichen, sollten die Klebeteile vor der Aushärtung nochmals leicht angehoben und wieder abgesetzt werden (Klebespalt vergrößern und wieder verringern).

    6 Aushärten (Belichten)

    Bei der Belichtung ist folgendes zu beachten:

    • Eine geeignete UV-Lampe verwenden: Die Lampe darf nicht kleiner/kürzer als die Klebekante sein, um Spannungen durch eine ungleichmäßige Belichtung zu vermeiden.
    • Für die Aushärtung unserer Klebstoffe sind nur geeignete UV-Lampen zu verwenden. Bitte sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Kundenberater.
    • Während der Belichtung (Aushärtung) die Lampe in geringstmöglichem Abstand zur Klebefläche positionieren.
    • Während der Aushärtung die Werkstücke keinesfalls bewegen oder Schwingungen aussetzen (Fixierhilfen verwenden).
    • Eine überlange Belichtungsdauer hat keinen negativen Einfluss auf die Qualität der Klebeverbindung, ein positiver Effekt wird jedoch auch nicht erreicht. Bitte beachten Sie die Hitzeentwicklung der Lampe bei direktem Kontakt zur Klebestelle: Leuchtmittel 1000 °C, Filterscheibe 300 °C.

    Die Aushärtung/ Belichtung erfolgt in zwei Arbeitsschritten.

    Schritt 1 Voraushärtung:

    • Bei der Voraushärtung wird die Arbeitsfestigkeit (ca. 30 % der Endfestigkeit) erreicht. Dies ermöglicht die problemlose Entfernung eventueller Klebstoffrückstände außerhalb der Klebefläche.
    • Die Voraushärtung dauert je nach Lampentyp zwischen mindestens 10 Sekunden und ca. 2 Minuten.

    Schritt 2 Endaushärtung:

    • Die Endaushärtung dauert je nach Lampentyp und Glasart mindestens 60 Sekunden bis ca. 5 Minuten. Alle Belichtungsleuchten sind mit UV-Filterscheiben ausgerüstet, um Schädigungen der Augen und der Haut zu vermeiden. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie jedoch geeignete Arbeitsschutzmittel verwenden, z. B. eine Schutzbrille mit UV-Filter und Einweghandschuhe.
    • Nach der Endaushärtung (ca. 24 Stunden Ruhezeit) ist die volle Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit der Klebeverbindung erreicht.

    Nach der Aushärtung eventuelle Fixierhilfen entfernen und die Werkstücke von Klebstoffrückständen reinigen (Spezialreiniger, Glasschaber oder Stahlwolle Feinheit 00).

    In welchem Maße die gewünschen Verbindungen belastbar sind, hängt von der Konstruktion, der Glasart, der eingesetzten Beschläge und des eingesetzten Klebstoffs ab. Im Zweifelsfall muß eine Probeverklebung duchgeführt werden.

    Haftungsausschluß:

    Wir bitten um Verständnis dafür, dass keine Haftung für den eingesetzten Klebstoff und das angewendete Klebeverfahren sowie alle daraus resultierenden Ansprüche übernommen werden.

    7 Anwendungsbeispiele

    Dieser Abschnitt zeigt Beispiele, wie das Zubehör für Glasklebetechnik in der Praxis eingesetzt werden kann.

    7.1 UV-Handlampe

    Die UV-Handlampe eignet sich besonders für die Verklebung von Vitrinen oder Glasmöbeln. Das geringe Gewicht sorgt für ermüdungsfreies Arbeiten.

    7.2 Winkelsauger 90°

    Der Bau einer Glasvitrine als Grundelement für viele Aufbaukonstruktionen unter Verwendung von vier Winkelsaugern 90°.

    Speziell bei Verwendung von hochviskosen Klebstoffen kann die angesaugte Scheibe zum bequemen Klebstoffauftrag per Stellschraube um einen definierten Spalt angehoben und anschließend wieder abgesenkt werden. Die angehobene Glaskante dient zur Führung beim Auftrag des UV-Klebstoffes. Ein Verrutschen der Scheibe und Verwischen des Klebstoffes beim Absetzen ist ausgeschlossen. Sauberes und präzises Arbeiten ist somit garantiert.

    7.3 Stufenlos verstellbarer Winkelsauger

    Anwendung des stufenlos verstellbaren Winkelsaugers in Position ca. 45° bei der Verklebung von Floatglas 19 mm.

    Die spannungsfreie Aushärtung des UV-Klebstoffs erfolgt hier durch eine UV-Handlampe, Artikel-Nr. 008.75.400.

    7.4 Spannwinkel

    Mit 4 Spannwinkeln kann innerhalb kürzester Zeit eine Vitrine oder ähnliches fixiert werden. Besonders bei der Verwendung von dünnflüssigen (niederviskosen) Klebstoff geeignet.

    Voraussetzung: Gerade Scheibenkante (kein Gehrungsschliff), rechtwinklige Konstruktion, kurze Fixierungsdauer. Die Stellschrauben nur leicht anziehen!

    7.5 Klemmstücke

     
     
     

    Durch die um 360° drehbaren Führungsstücke können zwei Glasscheiben in beliebiger Position zueinander ausgerichtet werden.

     
     
     

    Durch die Kunststoff-Druckschrauben entstehen trotz hoher Haltekraft keine Verletzungen der Glasoberfläche.

    7.6 Exzenteranschlag

    Das Drehen der Exzenterscheibe bewirkt einen bis 6 mm stufenlos verstellbaren Anschlag zur Feinjustierung.

    Der Einsatz von je 4 Exzenteranschlägen vereinfacht das Einkleben eines Zwischenbodens deutlich.

    7.7 Winkelpumpensauger

    Der Winkelpumpensauger wird in gewünschter Position auf die Glasscheibe aufgesetzt und saugt sich durch Betätigen des ersten Pumpenstößels automatisch fest. Nach 3–5 Pumpenstößen ist ein ausreichendes Vakuum erreicht.

    Die zweite zu verklebende Scheibe wird auf die gleiche Weise befestigt.

    Ein roter Signalring zeigt Vakuumverlust an; durch Nachpumpen kann die Verbindung wieder gefestigt werden.

    Die UV-Klebstoffe werden in einen zuvor definierten Spalt aufgetragen. Hier reichen die Einstellung und Fixierung auf die gewünschte Spaltbreite aus.

    Bei dickflüssigem (mittel- bis hochviskosem) UV-Klebstoff muss für den Auftrag eine Mindestspaltbreite berücksichtigt werden.

    Nach Auftrag von dickflüssigem Klebstoff die Belüftungsventile betätigen, die zu verklebenden Teile zur Endposition absenken und dort erneut fixieren.

    Zum Auftrag dünnflüssigen (niederviskosen) UV-Klebstoffs werden die Glasteile von vornherein spaltfrei eingestellt und bündig fixiert.

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    505.15.200 Mensula chr.pul.recto 189mm

    Cromado pulido, para atornillar

    505.15.201 Consolo crom.pul.recto pegable

    Cromado pulido, Para pegar

    505.15.400 Mensula ba.crom.mate rec.189mm

    Cromado mate, para atornillar

    505.15.600 Sop.mostrad.niq.mat.rect.ator.

    niquel mate, para atornillar

    Detalles del producto

    Campo de aplicación

    Para montaje sobre encimeras o muebles

    Material

    Acero

    Diámetro

    50 mm

    Altura

    200 mm

    Capacidad de carga

    15 kg, con 600 mm de distancia y 200 mm de saliente (exceso de longitud)

    Montaje

    Para atornillar o para pegar, por ejemplo en cristal

    Modelo

    Recto
    Redonda
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    21.05.2019

    Soporte para mostrador,Acero, Recto, Redonda

    • Soporte para mostrador, Recto, Redonda, Diámetro del tubo 50 mm

    • para atornillar

    • Para pegar

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